Sehr geehrter Herr Forster, 

das Trio Boese – Endres – Popp
beratschlagte gemeinsam, ob
wir Ihnen mit vertauschten Rollen
ein Dankesständchen bringen sollen.
Doch Markus wollte nicht soufflieren,
die Anke kniff beim Dirigieren
und Conni lag das Singen nicht,
drum hör’n Sie besser ein Gedicht:

Oft geht bei aller Proberei
die Weihnachtszeit an uns vorbei.
Wir hören nichts von „Stille Nacht“,
so viel Musik wird hier gemacht,
und Kerzenschein und Lichtermeer
verbietet uns die Feuerwehr.
Es klingt selbst ein Rezitativ
mit einem Glühwein intus schief,
und leider backen sich auch keine
Vanillekipferl von alleine.

Die einzigen, die jubilieren,
sind Grippe- und Erkältungsviren,
drum war bei uns im „Liebestrank“
das Gros hals-, nasen-, ohrenkrank.
Doch plötzlich strahlten um die Wette:
Souffleuse, Chorchef und Soubrette!

Die frohe Nachricht führte bei
Besagten und Beglückten drei
zu mancher toller Reaktion:
die Anke quiekte: „Wißt Ihr’s schon?“
und sprach zwei Stunden lang kein Wort.
(Bei Anke gilt das als Rekord.)
Sie träumte sich berühmt und reicher
und sang darauf noch engelsgleicher.
Der Markus war da mehr fürs Handeln
und schmiß ne Runde Weihnachtsmandeln.
Ich selbst lief schnell zum Telefon,
verkündete die Sensation,
und meine Freundin warf aus heller
Begeisterung nen ganzen Teller
Spaghetti mit Tomatensoße
herunter und die ganze Chose
traf’s weiße Sofa, s beste Stück,
doch schließlich bringen Flecken Glück!

Seit diesem Tage glauben wir
(auch ohne Wunder-Elixier
wie in der Oper) wieder an
die Existenz vom Weihnachtsmann,
drum sagen Ihnen herzlichst „Danke!“ 

Markus, Cornelia und Anke