Main-Post, 23.1.2009

Pleiten, Pech und Pannen am Theater

Im Gemeinderaum der evangelischen Kirche St. Johannis in Karlstadt war Cornelia Boese, Dichterin und Souffleuse am Mainfranken Theater Würzburg, in Karlstadt zu Gast. Mit schneller und scharfer Zunge trug sie als Lesung aus ihren Büchern sowie auswendig vor.Ist doch für die meisten „Otto-Normalbürger" die Welt des Theaters mit einem gewissen Zauber und Geheimnis umgeben, oft etwas verklärt. Cornelia Boese räumt mit diesen Vorurteilen auf ...
Fünf Bücher hat sie seit 2001 verfasst, damals, als das Mainfranken-Theater geschlossen werden sollte. Der Erlös floss zum großen Teil mit ein in den Rettungsfonds und das war der Beginn ihrer Lyriker-Karriere. Dann folgte nahezu jedes Jahr ein weiteres Buch.


Rieser Nachrichten, 30.8.2005


Ein Wochenende, das mit glücklich entlässt

... Ich freue mich auf den Abend. Er ist für mich nicht klar definiert. Es scheint eine Art Dichterlesung mit Musikbegleitung zu werden. Die Souffleuse mit Namen Boese trägt eigene Gedichte vor, die sich überwiegend mit dem Theater und ihrer Aufgabe in ihrem dunklen Soufflierkasten befassen. Sehr schnell springt der Mutterwitz der Dame auf das Publikum über. Wie kann ein Mensch, der Schauspieler über ihre Textprobleme hilft, solche Sprache hervorbringen?
Hier ist ein Mensch dabei, den Sprung aus dem Kasten auf die Bretter zu schaffen...

(Foto: Boese)


Bote vom Untermain, 1.10.2002
 
Frust für Flüstertüten:
"Du bist Souffleuse, nicht Soubrette"


Wie beglückend dagegen für Pressemenschen, wenn irgend etwas Aufsehenserregendes passiert. Aber dererlei Glücksfälle erlebt man selten, schon gar nicht, wenn man darauf wartet. Es sei denn, es lesen gerade Souffleusen. Genau genommen eine. Und wenn die auch noch Cornelia Boese heißt und die gereimten Memoiren ihres 32-jährigen Lebens zum Besten gibt, wähnt sich der Pressemensch im Schlaraffenland, weil ihm die Überschriften wie gebratene Tauben ins Notizbuch fliegen  ...

(Antonia Calasse)

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