Main-Echo Aschaffenburg, 13.11.2002

Dirigent mit Zauberhut

... eigentlich wartete das große und kleine Publikum im ausverkauften Großen Haus auf den modernen Zauberlehrling Harry Potter. Der kam mit Theaterrauch aus dem Souffleusenkasten auf die Bühne geklettert, was schon deshalb sein musste, weil es sich um Cornelia Boese handelte. Die 32-Jährige hat im Auftrag ihres Theaters den ersten Harry-Potter-Band so verkürzt und umgeschrieben, dass er auf die Filmmusik von John Williams passt. Zu jedem Teil dieser Suite hat sich Cornelia Boese kleine Zaubereien einfallen lassen und dabei auf die Mitwirkung der sichtlich amüsierten Orchestermusiker bauen können.
Cornelia Boese las lebendig und fesselnd, mal von der Bühne, mal aus dem Publikum, oder auch unsichtbar von hoch oben aus der Bühnentechnik. (...)

(Astrid Freyeisen)
 



(Foto privat)

Volksblatt, 19.11.2002


Einfach verhext

Wenn ein Rabe auf einem Besenstiel schwebt und eine Kröte aus der Tuba fällt, dann geht irgend etwas nicht mit rechten Dingen zu. Schläft dann auch noch ein Dirigent vor seinen Musikern und Rauch wallt über die Bühne, dann kann nur Magie im Spiel sein. Die entfaltete sich beim Familienkonzert „Von Magie und Zauberdingen“ im Mainfranken Theater. Aus dem Qualm räkelte sich ein dünner Zauberlehrling. Mit Spitzhut, schwarzem Umhang und runder Brille passte Cornelia Boese in die Zauberwelt, in die sie Groß und Klein entführte. Mit der Geschichte vom vorwitzigen Zauberlehrling, die sich Goethe ausgedacht hat, verzauberte sie die Zuhörer im voll besetzten Haus.

(Ursula Düring)

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