Die Zauberflöte

Mit einem Hilferuf beginnt's:
Tamino, ein verirrter Prinz,
ist auf der Flucht vor einer Schlange.
Das Tier verfolgt den Mann so lange,
bis der erschöpfte junge Held
vor Todesangst in Ohnmacht fällt.
Doch wird das schauerliche Biest,
bevor es sich zum Biss entschließt,
von Silberpfeilen aufgespießt.

Die, welche ihm zur Hilfe kamen,
sind drei geheimnisvolle Damen.
Sie tragen alle Speer und Schleier,
und jede aus dem Damen-Dreier
ist sehr erpicht, den edlen Knaben
für sich allein zum Freund zu haben.
Weil keine ihn bekommen kann,
verlassen sie den schönen Mann
und künden ihn der Fürstin an.

Der Prinz erwacht, kaum sind sie weg,
und findet sich zu seinem Schreck
im Gras, die Boa gleich daneben.
Doch sie ist tot, und er am Leben.
Dies Wunder kann er nicht begreifen.
Da hört der Prinz ein Flötchen pfeifen:
Fünf Töne klingen hoch und hell,
mit Federschmuck am Wams aus Fell
naht nun ein seltsamer Gesell.

(...)